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Hebelprodukte – Die Sprinter der Geldanlage

Die traditionellen Finanzinstrumente, also etwa Aktien, Fonds oder Zertifikate, dienen primär dem mittel- bis langfristigen Vermögensaufbau. Je nach Risikograd hat der Anleger die Chance, niedrige bis mittlere zumeist einstellige jährliche Renditekennziffern zu realisieren.

Unter der Produktgattung der Hebelprodukte werden solche Wertpapiere zusammengefasst, die das Ziel der kurzfristigen Gewinnmaximierung haben, da Renditen von mehreren hundert Prozent möglich sind. Dieser Chance steht jedoch ein gegenüber Aktien, Fonds oder herkömmlichen Zertifikaten wesentlich höheres Risiko gegenüber. Der Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist bei Hebelprodukten ein sehr ernstzunehmendes Risiko. Darüber sollte sich jeder Anleger, der sich für Hebelprodukte interessiert, im Klaren sein.

Hebelprodukte werden auf alle erdenklichen Basiswerte emittiert. In erster Linie sind dies Aktien und Aktienindizes sowie Währungen und Rohstoffe. Es werden aber auch Hebelprodukte auf Zinsprodukte wie Anleihen und Anleihen-Futures emittiert und gehandelt.

Die hohen Renditechancen, der „Hebel“, werden durch eine optionale Struktur der jeweiligen Wertpapiere realisiert. Mit einer Option kann der Anleger ein Vielfaches des eingesetzten Kapitals bewegen und somit Renditechancen erwerben, die durch den Einsatz ungehebelter Finanzinstrumente nicht möglich ist. Die konkrete optionale Struktur eines Hebelproduktes ist je nach Produkttyp unterschiedlich ausgestaltet. Grundsätzlich werden folgende Produkttypen von Hebelprodukten unterschieden:

 

Der grundsätzliche Unterschied zwischen den oben genannten Produkttypen von Hebelprodukten ist der, dass klassische Optionsscheine immer erst am Laufzeitende verfallen. Alle WAVE und WAVE Unlimited haben eine Knock-Out Schwelle, welche dem Basispreis entspricht. Sofern der Basiswert diese erreicht oder verletzt, verfällt der darauf bezogene WAVE bzw. WAVE Unlimited unmittelbar. Die WAVE XXL hingegen besitzen eine sogenannte Stopp Loss Schwelle, welche über (Call) bzw. unter (Put) dem Basispreis liegt und im Ergebnis dazu führt, dass der Anleger im Fall des Erreichens oder Durchbrechens durch den Basiswert einen Restwert erhält. Generell kann gesagt werden, dass WAVE-Produkttypen ein höheres Risiko tragen als klassische Optionsscheine. Dem stehen aber auf der anderen Seite auch höhere Renditechancen gegenüber.